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Wer ist
Aiga Rasch?

Vorab: Aiga ist keine Werbeagentur in L.A. Los Angeles, wie von manchen vermutet wird.

Die Schöne und das Biest: Aiga 2008 mit Hundedame Bella. Die Künstlerin und Autorin lebte mit Hündin und 2 Katzen in Leinfelden-Echterdingen, Baden-Württemberg. Das ist dort, wo die Leute alles können außer Hochdeutsch.

1941 wird sie in Stuttgart geboren, mitten in den Zweiten Weltkrieg hinein. Sie erlebt Sirenen, Bomben, dunkle Keller und Tiefflieger. Ihr Vater ist Architekt und baut erstmal Ruinen auf, als er aus der Kriegsgefangenschaft zurückkommt. Ihre Mutter Lilo Rasch-Naegele wird als Modegrafikerin europaweit bekannt, gehört zum Stuttgarter Kunstzirkel um Willy Baumeister.

Die amerikanischen Besatzer in Stuttgart gründen die Friedensschule, in der Aiga eine tolle Zeit erlebt, weil sie von der Oma schon vorher das Lesen gelernt hat. “Schülerspeisung” kommt von der US-Army und ist gesünder als sie schmeckt.

Dann bauen die Eltern ihr Anwesen am Rand des Naturparks Schönbuch. Aiga wächst auf in einem Biotop mit Ententeich und träumt davon, Schriftstellerin zu werden. Noch vor dem Abi schreibt sie ein Buch für den Romanwettbewerb von Kosmos. Das wird 1963 der Aufhänger für ein Vorstellungsgespräch mit Mappe im Lektorat. Es entwickelt sich eine überaus fruchtbare Zusammenarbeit und Freundschaft, die heute noch anhält.

Da Aiga keinesfalls Grafikerin werden und ihrer Mutter Konkurrenz machen will, beginnt sie aber zuerst ein Studium von Germanistik, Philosophie und Psychologie in Tübingen. In den Semesterferien volontiert sie an der Werkzeitung der Ilseder Hütte, deren Chefredakteur ihr Talent entdeckt und sie mehr zeichnen als schreiben läßt . Sie bricht ihr Studium ab heiratet 1961 ohne jede Berufsausbildung. Doch bei ihrer Mutter hat Aiga von klein auf mitbekommen, “wie man das macht”. Zwischen Haushalt und Büro zeichnet sie für Aufträge, lernt an den abgelehnten Entwürfen. Ganz überraschend wird sie in die “DM” geholt, eine Zeitschrift für Verbraucherschutz. Beim Chef-Layouter lernt sie ihr Handwerk von Grund auf.

Sie arbeitet für Verlage im In-und Ausland, vielfach in enger Zusammenarbeit mit Layoutsetzerei und Reproanstalt. 1992 holt sie sich den ersten Macintosh ins Atelier, wächst an grenzenlosen Möglichkeiten. Seit 1999 widmet sie sich zunehmend eigenen Projekten, bei denen sie auch wieder Autorin sein kann.

Was hat Aiga mit
den drei ??? zu tun?

Blankes Entsetzen im der Chefetage

An einem denkwürdigen Tag im Jahr 1969 kommt Aiga Rasch in den Kosmos-Verlag, um wieder mal einen Entwurf für ein Mädchenbuchcover abzuliefern. Da sieht sie die ersten beiden Bücher der drei ??? von
Alfred Hitchcock, “Gespensterschloss" und “Mumie", mit den Schutzumschlägen von Jochen Bartsch.

„Wie laufen die Bücher denn?", will sie wissen. „Nicht so besonders", antwortet die Lektorin. Es kribbelt Aiga in allen Fingern, den Büchern des berühmten Regisseurs ein besseres Outfit zu geben.
Aber die Lektorin traut der Grafikerin das eher männliche Thema nicht zu. “Wenn euch mein Entwurf nicht gefällt, verzichte ich aufs Honorar“, bietet Aiga an. Aktuell

ist der Titel “Die drei ??? und der Fluch des Rubins”. Innerhalb kürzester Zeit präsentiert sie nur eine einzige Konzeption mit dem schwarzen Grundlayout, das bis heute in Gebrauch ist. Der Verlegers reagiert auf das Schwarz mit blankem Entsetzen. “Noch nie hates ein schwarzes Jugendbuch gegeben!”

“Umso besser,” sagt Aiga und kann den Verleger überzeugen. „Sie sind näher an der Jugend,” sagt er schlließlich. “Versuchen wir's".

1970 kommt der „Rubin" noch mit ganz einfachem Coverbild heraus, einer Collage in schwarz-weiß auf rot. Bald verwendet Aiga Rasch Farbfolien, die dann von den damals neuartigen Filzstiften abgelöst werden, 1979 erscheint der “Super-Papagei” als erstes Hörspiel auf Schallplatte, 1980 verbringt Aiga ein Jahr in Colorado, USA, wo sie bei Gia-Fu Feng die Zen-Meditation, Tai Chi, und sogar ein bisschen Kung-Fu erlernt.
Das verändert ihr Leben von Grund auf. Danach bevorzugt sie die Aquarelltechnik. Seit 1992 zeichnet und layoutet sie immer öfter am Computer.

Ihr schwarzes Outfit mit den knallbunten Coverbildern überlebt auch die Trennung von Alfred Hitchcock und wird in rund 40 Jahren zum Kult. Leser und Hörer aller Altersgruppen stellen zahllose Fansites ins Netz. Aber niemals tauchen die drei Detektive auf den Covern auf. Das hat Aiga von Anfang an so festgelegt, damit sich jeder nach Belieben in die Protagonisten hineinversetzen kann.